Die Paarbeziehung

Zwei Systeme begegnen sich

Durch veränderte Lebenssituationen, wie beispielsweise durch das Zusammenziehen, die Geburt von Kindern, Jobwechsel, Ruhestand .... verändern sich oftmals auch die Bedürfnisse. Damit verbundene Probleme werden meist erst nach längerer Zeit deutlich. Frustration, Kommunikationsblockaden oder das Gefühl, vom anderen nicht mehr gesehen oder verstanden zu werden, sind dann vorrangig. Manche erhoffen sich durch eine Affäre das zu finden, was ihnen fehlt.

Die systemische Paarberatung hilft, die Paardynamik und die Verhaltensursachen zu verstehen. Oft haben Paare ihre gemeinsame Kommunikationsebene verloren und können folglich ihre Bedürfnisse nicht optimal verhandeln. Auch die Sexualität kann so beeinträchtigt werden. Ich unterstütze Sie dabei, wieder eine gemeinsame Ebene zu finden.

Häufig gestellte Fragen:

Was ist eine Paarberatung?

Paaren mit Beziehungsproblemen wird in einer Paarberatung geholfen zu erkennen, welche Ursachen hinter ihren Problemen steckten. Sind die Gründe erkannt, wird gemeinsam erarbeitet wie diese zu eliminieren sind und auf welcher Basis eine harmonische Beziehung möglich ist. Meist werden Übungen vereinbart, die dem Paar bis zum nächsten Termin helfen, miteinander etwas zu verändern.

Wer darf Paarberatung anbieten?

Die Berufsbezeichnung Berater darf jeder führen. Sie ist nicht geschützt. Deshalb ist es wichtig auf Studium und Ausbildung des Beraters zu achten. Ein abgeschlossenes Studium im sozialen Bereich und / oder eine Ausbildung zum systematischen Berater ist für Paartherapeuten empfehlenswert.

Wie funktioniert Paarberatung?

In einer guten Paarberatung geht es darum die Ursachen des Beziehungsproblems zu erkennen. Wichtig ist, dass beide die Verantwortung für das Problem übernehmen und gemeinsam bereit sind Lösungen zu finden, mit denen es beiden gut geht. Nur so ist ein harmonischen Miteinander möglich.

Warum wird Paartherapie angeboten?

Die steigende Zahl von Trennungen und Scheidungen zeigt das es sinnvoll ist sich mit Beziehungsproblemen auseinanderzusetzen, anstatt gleich aufzugeben wenn es schwierig wird. Gerade wenn man sich gemeinsam etwas aufgebaut hat oder Kinder im Spiel sind, lohnt es sich Lösungen zu finden, mit denen das Paar auf gute Weise zusammenbleiben kann.

 

Leseprobe

Wer ist für mein Wohl verantwortlich? - Verantwortung für das eigene Kind übernehmen

In einer Liebesbeziehung neigen wir dazu, unser Wohl vom Verhalten des Partners abhängig zu machen. Selbst wenn wir vom Verstand her wissen, dass wir als Erwachsene für unser Wohl eigenverantwortlich sind, verhalten wir uns instinktiv oft anders. Hier wird die Diskrepanz zwischen unserer kognitiven, rationalen Instanz und unserer emotionalen, bedürftigen Instanz deutlich. Der Grund dafür, dass wir instinktiv den Partner für unser Wohl verantwortlich machen, ist der, dass uns das innige Miteinander einer Partnerschaft auf emotionaler Ebene an die ursprüngliche Mutter-Kind-Symbiose erinnert, in der die Mutter für unsere Bedürfnisse verantwortlich war. Als Säuglinge und Kleinkinder sind wir ja auch gar nicht in der Lage gewesen, selbst für unser Wohl zu sorgen. Diese Eigenverantwortung entwickeln wir erst mit dem Erwachsenwerden.

Auch wenn uns vom Verstand her klar ist, dass eine Beziehung zwischen zwei Erwachsenen doch etwas anderes sein sollte als die frühkindliche Bindung, in der wir von der Mutter abhängig waren, bringt diese Erkenntnis oft ein gewisses Aufwachen aus einer schönen Illusion mit sich, gegen das wir uns innerlich wehren. Meist kommt diese Einsicht in der im letzten Kapitel beschriebenen Entscheidungsphase. Gerade Menschen, die in ihrem Bedürfnissen nach Sicherheit, Schutz oder Fürsorge als Kinder nicht satt geworden sind und deren Hunger in der Verliebtheit endlich gestillt wird, fällt es schwer, den anderen nicht als Bedürfniserfüller zu betrachten.